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Aktuelles aus dem Eriskircher Ried !!!

Vogelzug im Eriskircher Ried 2017

 

Die Bedeutung des Eriskircher Riedes als wichtiger Rastplatz für Wasservögel auf den Seeflächen konnte anhand der nachfolgenden Zahlen mit weit über 20.000 Rastvögeln auch für 2017 bestätigt werden. Auch kommt dem Gebiet alljährlich besondere Bedeutung für den Kleinvögel-Durchzug auf dem Herbstzug zu.

Der von Nordost nach Südwest quer durch das Alpenvorland und auf breiter Front verlaufende Durchzug trifft am nördlichen Bodenseeufer auf die Barriere Bodensee mit den Alpen im Hintergrund. Der Flug über die Wasserfläche wird vermieden, die Barriere Bodensee wird umflogen. Die Vögel benutzen dabei das Bodenseeufer als Leitlinie. Der Bereich der stärksten Kanalisierung des Breitfronten-Zuges am gesamten nördlichen Bodenseeufer befindet sich hier im Eriskircher Ried. Seit den 1950-er Jahren erfolgen Zählungen, die besonders zwischen 1977-1985 zu wesentlichen Erkenntnissen über den Durchzug von Kleinvogelarten durch tägliche Erfassungen der Durchzügler beitrugen. Seitdem finden in fast jedem Jahr stichprobenartige Zählungen statt.

Zwischen August bis November überfliegen bis zu 0,75 Millionen Vögel das Eriskircher Ried. Massenzugtage mit Tagessummen von bis über 130.000 Vögel wurden bekannt. Nicht alljährlich auftretende Invasionsvögel wie zum Beispiel Tannenmeise, Blaumeise, Eichelhäher oder Kleiber können vorallem hier am besten registriert werden, da sie im Hinterland als Durchzügler zumeist nicht erkannt und unauffällig bleiben.

Seit etwa 15 Jahren hat sich der Hauptdurchzug wohl aufgrund der Klimaveränderungen bis weit in den November hinein verschoben, Massenzugtage von über 50.000 Individuen pro Tag, wie sie regelmäßig in den 1980 -er Jahren erreicht wurden, sind nur noch die Ausnahme.

 

Aktuelles Zuggeschehen von Kleinvögeln:

 

01. Oktober 2017: Heidelerche 200 Ind. in 3 h

01. Oktober 2017: Buchfink 2000 Ind. in 4 h

01. Oktober 2017: Erlenzeisig 612 Ind. in 4 h

28. Oktober 2017: Rotdrossel 1000 Ind. in 5 h

30. Oktober 2017: Blaumeise 501 Ind. in 5 h

30. Oktober 2017: Kohlmeise 421 Ind. in 5 h

 

Aktuelles Zuggeschehen von Wasservögeln:

 

31. Oktober 2017: Tafelente 12.000 Ind. vor dem alten Strandbad Eriskirch

31. Oktober 2017: Reiherente 10.000 Ind. vor dem alten Strandbad Eriskirch

 

 

 

 

Rotdrossel  Foto: Andreas Schäfer / NABU

Schau mal, wer da kommt...

Sinkende Temperaturen und steigende Luftfeuchtigkeit bringen nicht nur die Menschen dazu, sich wieder mehr in ihre vier Wände zurückzuziehen. Das traute Heim wird nun auch vermehrt von achtbeinigen Mitbewohnern aufgesucht, die nicht immer willkommen sind. 

Kreuzspinne  Foto:Kathy Büscher / NABU Rinteln

 

Mit etwas Glück können wir für Ende September/Anfang Oktober noch auf einen schönen Altweibersommer hoffen, der eigentliche aber Sommer geht nun unweigerlich zu Ende. Sinkende Temperaturen und steigende Luftfeuchtigkeit bringen nicht nur die Menschen dazu, sich wieder mehr in ihre vier Wände zurückzuziehen. Das traute Heim wird nun auch vermehrt von Mitbewohnern besiedelt, die nicht immer willkommen sind. Zu teilweise heftigen Reaktionen führt der achtbeinige Einmarsch von Spinnen, die darauf hoffen, in einer stillen Zimmerecke mit fetter Beute den Winter zu überstehen.

 

Wer Spinnen nicht mag: Die Tiere in einem Glas einfangen und nach draußen bringen...

In unseren Häusern fühlen sich unter anderem die Hauswinkelspinne und die Zitterspinne recht wohl und befreien uns von lästigen Insekten wie Stechmücken und Stubenfliegen. Für viele Menschen ist die Hauswinkelspinne das klassischen Ekeltier: relativ groß und dicht behaart. Schaut man sich die Spinne genauer an, wird man schnell feststellen, dass sie fast nur aus Beinen besteht. Der eigentliche Körper ist lediglich zwei Zentimeter groß. Also wirklich kein Grund, sich zu ängstigen. Wer diese Mitbewohner trotzdem nicht dulden will, sollte die nützlichen Tiere nicht mit Pantoffeln, Staubsaugern oder Zeitungen traktieren, sondern in einem Glas einzufangen und nach draußen bringen.

 

Zitterspinne mit Fliege  Foto: Helge May / NABU

Jahresprogramm 2017
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Herbsttermine

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Herbstgold

Foto:Reinhard Paulin NABU

Spinnennetz im Morgentau

Foto: Gaby Schröder NABU