Willkommen beim NABU Friedrichshafen-Tettnang

Kleiber                                                                                          Foto: Frank Derer

Stunde der Wintervögel

 

 

Vögel beobachten und melden

Vom 5. bis 7. Januar 2018 rufen NABU und LBV zum achten Mal zur bundesweiten „Stunde der Wintervögel“ auf. Neben den „Standvögeln“, die das ganze Jahr über bei uns bleiben, lassen sich zusätzliche Wintergäste beobachten, die aus dem noch kälteren Norden und Osten nach Mitteleuropa zogen. 2017 haben insgesamt mehr als 120.000 Vogelfreundinnen und Vogelfreunde aus 82.000 Gärten rund 2,8 Millionen Vögel gemeldet.

13. November 2017 - Auch wenn die „Stunde der Wintervögel“ nun schon zum achten Mal stattfindet, gibt es nicht nur Erkenntnisse, sondern immer wieder neue Rätsel. Warum zum Beispiel war im letzten Winter am Futterhaus so wenig los und ändert sich das dieses Mal? Bei allen Meisenarten, aber auch bei Kleiber und Kernbeißer, wurden die niedrigsten Zahlen seit Beginn der Aktion im Jahr 2011 verzeichnet. Pro Garten ließen sich im Schnitt nur 34 Vögel sehen – sonst liegt der Schnitt bei 41.

 

Nur wenige Waldfrüchte: Rückkehr der Waldvögel?

 

Neben geringem Winter-Zuzug aus Skandinavien und Osteuropa sowie regional schlechtem Bruterfolg im Frühjahr dürfte das „Mastjahr“ in den Wäldern eine Rolle gespielt haben. Es gab massenhaft Bucheckern und andere Waldfrüchte, so dass viele Vögel es nicht nötig hatten, in die Gärten zu kommen. Aktuell sieht es genau umgekehrt aus: An den Waldbäumen muss man die Früchte in den meisten Regionen geradezu suchen. Werden also die Waldvögel in die Gärten zurückkehren?

Erneut im Fokus wird die Amsel stehen. Wie schon 2016 kam es auch in diesem Spätsommer zu Todesfällen durch das tropische Usutuvirus. 2011 und 2012 war das Virus im Südwesten zum ersten Mal aufgetreten. Aus den Ergebnisvergleichen der Stunde der Wintervögel und der Stunde der Gartenvögel ergab sich, dass dabei rund 300.000 Amseln gestorben waren. Inzwischen haben sich die Befallsgebiete ausgedehnt, die Krankheit scheint aber weniger schwer zu wüten.

 

So funktioniert die Aktion

 

Es gilt, eine Stunde lang die Vögel am Futterhäuschen, im Garten, auf dem Balkon oder im Park zu zählen und zu melden. Gezählt werden kann zu einer beliebigen Zeit. Dabei wird von jeder Art die höchste Zahl von Vögeln notiert, die sich während der Stunde gleichzeitig beobachten ließ. Das vermeidet Doppelzählungen. Dabei zählen auch Vögel, die sich im Garten nicht niederlassen, sondern ihn nur überfliegen.

Wer bereits in den Vorjahren mitgemacht hat, darf gerne wieder dabei sein und ruhig auch noch ein paar Verwandte, Bekannte oder Nachbarn zur Teilnahme ermuntern. Je mehr Menschen bei dieser Forschung von und für Jedermann ihre Beobachtungen zusammentragen, desto aussagekräftiger sind die Ergebnisse.

Die Meldung erfolgt online unter www.stundederwintervoegel.de. Die Beobachtungen können aber auch per Post mit dem unten abgedruckten Coupon gemeldet werden. Am 6. und 7. Januar – also nur am Samstag und am Sonntag – ist außerdem von 10 bis 18 Uhr unter 0800-1157-115 eine kostenlose Telefonnummer geschaltet. Meldeschluss ist der 15. Januar.

https://www.nabu.de/imperia/md/content/nabude/vogelschutz.

Tipps zur Vogelfütterung im Winter

 

Sie wollen mehr über die Vögel erfahren? Bild anklicken und Sie werden weiter geleitet.

 

Der NABU ruft dazu auf, beim Füttern von Wildvögeln im Winter einige Ratschläge zu beherzigen, um den Tieren nicht zu schaden. Die Frage, ob Vögel im Winter überhaupt gefüttert werden dürfen, beantwortet der NABU mit einem klaren Ja. „Wer Vögel füttert, kann sie optimal beobachten und wird mit spannenden Naturerlebnissen belohnt“, sagt Hannes Huber vom NABU Baden-Württemberg. „Gleichzeitig sollte klar sein, dass die Vogelfütterung die Probleme der Vogelwelt nicht löst. Einen naturnahen Garten, eine giftfreie Landwirtschaft und ein reiches Angebot an Nistmöglichkeiten kann man nicht durch ein paar Futterhäuschen ersetzen.“

 

Futtersilo statt Futterhäuschen – weit weg von einer Scheibe oder direkt davor

 

Wer füttert, sollte am besten ein Futtersilo verwenden. „Ein Silo hat gegenüber dem klassischen Vogelhäuschen einige Vorteile: Das Futter ist besser geschützt, wird weniger nass und verdirbt nicht so leicht. Zudem können die Vögel nicht im Futter herumlaufen und es dabei mit Kot verschmutzen. Das ist hygienischer und minimiert die Gefahr, dass sich Krankheitserreger ausbreiten“, erklärt Huber. Wer dennoch auf klassische Futterhäuschen setzt, sollte diese regelmäßig mit heißem Wasser reinigen.

Platzieren sollte man den Futterspender an einer übersichtlichen Stelle, damit die Vögel sich anschleichende Katzen frühzeitig bemerken. „Vorsicht ist bei Glasscheiben geboten. Immer wieder knallen Vögel beim An- oder Abflug gegen ein Fenster und brechen sich dabei das Genick“, sagt der NABU-Experte. „Entweder hält man einen großen Abstand zum Fenster ein oder entschärft die Gefahrenstelle durch Aufkleber an der Außenseite der Scheibe, so dass die Vögel die Gefahr erkennen.“ Wenn die Futterstelle nur in der Nähe eines Fensters eingerichtet werden kann, dann am besten direkt an der Scheibe, damit an- und abfliegende Vögel bereits abgebremst beziehungsweise noch nicht richtig beschleunigt haben. Eventuelle Kollisionen verlaufen dann meist glimpflich.

 

Körner, Rosinen, Haferflocken – was Vögel gerne fressen

 

Als Basisfutter, das fast alle Vögel fressen, eignen sich Sonnenblumenkerne. Körnermischungen haben den Vorteil, dass die unterschiedlichen Samen den verschiedenen Geschmäckern der Vogelarten entgegen kommen. Mischungen sollten immer frei von Ambrosia-Samen sein, weil die aus diesen Samen hervorgehenden Pflanzen Menschen mit Allergien massive Probleme bereiten. „Bei Meisenknödeln ist das Körnerfutter zugleich mit Fett angereichert, was einige Arten – zum Beispiel eben die Meisen – gerne annehmen, um Energie nachzutanken“, erklärt Huber.

Die häufigsten Gäste an der Futterstelle sind Meisen, Finken und Sperlinge – sie sind Körnerfresser. Damit Weichfutterfresser wie Rotkehlchen, Amseln und Zaunkönige ebenfalls auf ihre Kosten kommen, kann man auch Rosinen, Obst, Haferflocken und Kleie anbieten – am besten in Bodennähe. Auch hierbei ist wichtig, dass das Futter geschützt ist und nicht verdirbt. Spezielle Bodenfutterspender etwa sind dafür geeignet. Auf keinen Fall sollte salzige Nahrung wie Speck oder Salzkartoffeln verfüttert werden. Auch Brot ist nicht zu empfehlen, da es schnell schlecht wird und im Magen der Vögel aufquillt.

 

Soll man Vögel füttern – ja oder nein?

Obwohl die Vogelfütterung im Grundsatz das ganze Jahr über möglich ist, empfiehlt der NABU sie vor allem in der kalten Jahreszeit. „Im Winter kommen mehr Vögel zur Futterstelle und das Futter verdirbt wegen der niedrigen Temperaturen weniger schnell. Aus dem gleichen Grund ist auch die Gefahr kleiner, dass sich Krankheiten ausbreiten“, sagt Huber. Für die Fütterung im Sommer wie im Winter gilt: Wer kranke Vögel an der Futterstelle bemerkt, sollte das Füttern sofort einstellen und die Futterstelle gründlich säubern.

 

 

Mehr erfahren

 

Wer Vögel füttert, kann dabei unsere gefiederten Gäste wunderbar beobachten. Alle relevanten Fragen zur Winterfütterung werden beantwortet. Das Buch zeigt, wie Meisenknödel, Silos und Vogelhäuschen sowie Fettfutter gemacht werden und stellt 30 Gartenvögel im Porträt vor. Für 4,99 Euro (zzgl. Versandkosten) in unserem Onlineshop zu bestellen.

 

 

Der Star ist der Vogel des Jahres 2018

                                                                    Foto: Felix Engelbrecht/www.naturgucker.de

Der Star ist kein gewöhnlicher Allerweltsvogel, denn er hat herausragende Talente: Der Star kann andere Vögel und Umgebungsgeräusche perfekt nachahmen und in seinen Gesang einbauen. Zu hören sind dann sogar Handyklingeltöne, Hundebellen oder Alarmanlagen. Zum Star unter den Vögeln wird er auch durch seine atemberaubenden Schwarmformationen, bei denen hunderttausende Individuen perfekt aufeinander abgestimmt durch die Lüfte gleiten.

Der Star ist den Menschen vertraut und weit verbreitet. Doch seine Präsenz in unserem Alltag täuscht, denn der Starenbestand nimmt ab. Es fehlt an Lebensräumen mit Brutmöglichkeiten und Nahrung – insbesondere verursacht durch die industrielle Landwirtschaft. Mehr unter.....

Termine im Februar!

10.02.18.

Hecken schneiden

Handschuhe und große

Astschere mitbringen

Treff: 9:00 Uhr

ca.3 Std.

Eriskirch/Gmünd

Eingang Kläranlage

Leitung:C.Sonne

(07541/82667)

...................................

17.02.18.

Nistkastenaktion

Siehe Tagespresse

Treff:10:00Uhr

Dillmanshof 15

Eriskirch

Leitung:V.Gebhard

(07541/8797)

 ...............................

 24.02.18.

 Wasservogelbeobachtung   an der

 Schussenmündung

Treff: 14:00Uhr

ca.2Std.

Parkplatz DLRG-Heim in

Langenargen

Leitung:J.Illmann

(07541/57044)

 

Jahresprogramm 2018
NABU EkMb-FNTT-LA_Jahresprogramm 2018.pd
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Spinnennetz im Morgentau

Foto: Gaby Schröder NABU