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Stunde der Gartenvögel 2019

15. bundesweite Vogelzählaktion vom 10. bis 12. Mai

Foto: NABU / Sebastian Hennigs

Stuttgart – Wer fliegt und piept in schwäbischen Gärten und badischen Parks? Das soll die Stunde der Gartenvögel zeigen, zu der NABU und NAJU bundesweit zum 15. Mal aufrufen. Vom 10. bis zum 12. Mai heißt es wieder: Ohren und Stifte spitzen und eine Stunde lang in der Natur entspannen und Vögel zählen.

 

Der NABU in Baden-Württemberg dokumentiert jedes Jahr im Mai mit Hilfe von fast 7.000 ehrenamtlichen Ornithologinnen, Ornithologen und interessierten Vogelfreunden und Vogelfreundinnen die Entwicklung der Gartenvögel im Südwesten. „Uns interessiert dieses Jahr besonders, wie sich die Amselbestände durch den Usutu-Ausbruch 2018 verändert haben. Wie entwickelt sich der Abwärtstrend der Vogelbestände in der offenen Landschaft? Verschwinden noch mehr Gartenvögel vor unserer Haustüre?“, fragt der NABU-Fachbeauftragte für Vogelschutz, Stefan Bosch. Bei der Zählung kann jede und jeder mitmachen.

 

Mit Spannung erwartet Bosch die Zahlen zu den Körnerfressern unter den Gartenvögeln: „Kohl-, Blaumeise sowie Buchfink haben vermutlich vom üppigen Mastjahr 2018 profitiert. Sie wurden bei der Stunde der Wintervögel diesen Januar seltener an den Futterhäuschen gesichtet.“ Sorgen bereitet ihm die Ausbreitung von ökologisch toten Kies- und Schottergärten im Siedlungsbereich, die weder Vögeln noch Insekten irgendeine Nahrung, Deckung oder Brutmöglichkeiten bieten. „Gärten müssen nicht nur praktisch sein. Sie haben wichtige Funktionen für den Arten- und Klimaschutz, speichern Wasser und verbessern die Luft. Es ist Zeit, der Anlage von sterilen Steinwüsten in den Vorgärten etwas entgegenzusetzen. Das Land sollte hierzu in der Landesbauordnung klare Vorgaben machen“, fordert der Ornithologe. Menschliche Hilfe brauchen auch Gebäudebrüter und Insekten fressende Vögel wie Mauersegler und Mehlschwalben. Seit der ersten Vogelzählung 2005 sind beide Arten bundesweit um etwa die Hälfte zurückgegangen. „Wer die Chance hat, sollte den eigenen Garten zum Insektenparadies machen und bei Gebäudesanierungen den Wohnraum für Schwalben & Co gleich mitplanen“, schlägt Bosch vor.

 

Mit Vogel-App und Online-Trainer die Gartenvögel kennenlernen

Fürs Zählwochenende hofft der NABU auf Sonnenschein, damit sich viele Vögel draußen zeigen. Im vergangenen Jahr hatten in Baden-Württemberg 6.888 Vogelfreundinnen und -freunde mehr als 142.000 Vögel gezählt und ihre Ergebnisse aus mehr als 4.200 Gärten dem NABU gemeldet. Wer seinen Trainingsstand beim Artenerkennen verbessern will, kann vor der „Stunde der Gartenvögel“ mit dem neuen NABU-Vogeltrainer üben. Das kostenlose Online-Learning-Tool steht unter www.vogeltrainer.de bereit und stellt 15 häufige Gartenvögel vor.

 

„Stunde der Gartenvögel – so geht es

Mitmachen geht ganz einfach: Ruhiges Plätzchen im Garten oder am Zimmerfenster suchen, Stift oder Handy zücken und von jeder Vogelart die höchste Anzahl notieren, die im Laufe einer Stunde entdeckt wird oder vorbeifliegt. Die Beobachtungen können online unter www.stundedergartenvoegel.de gemeldet werden. Hier sind auch aktuelle Zwischenstände und erste Ergebnisse ab dem ersten Zähltag abrufbar. Meldungen sind auch per kostenloser NABU Vogelführer App (www.NABU.de/vogelwelt) oder am 11. und 12. Mai von 10 bis 18 Uhr telefonisch unter Tel.: 0800-115 71 15 möglich. Letzter Meldetag ist der 20. Mai.

 

Die Besenheide ist die Blume des Jahres 2019

Foto: Jost Einstein

 

Die Loki Schmidt Stiftung hat am 08. Oktober 2018 die Besenheide (Calluna vulgaris) zur Blume des Jahres 2019 gekürt, um für den Schutz der Artenvielfalt in ihren Lebensräumen zu werben. 

Sie wächst an offenen, sauren und sandigen Standorten, wie typischerweise in Heidelandschaften. Aber auch an Waldrändern, in Sandgruben und Dünen, in Hochmooren, auf älteren Brachen und selbst an Straßenrändern ist die Art zu finden. 

Die Feldlerche ist Vogel des Jahres 2019 !

Foto: Gerhard Kleinschrod   NABU

Die Feldlerche leidet an der zunehmenden Intensivierung der Landwirtschaft. Um weiteren Bestandseinbrüchen der Feldlerche entgegenzuwirken, müssen Schutzmaßnahmen vor allem auf eine Verbesserung der Lebensräume während der Brutsaison abzielen. 
Mehr zum Vogel des Jahres 2019

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Vogel des Jahres 2019

Foto: Jens G. Kube

Foto: NABU/ Jan Hesse

Besenheide

Foto: NABU/ H.May